Mario Leschek                                                           Zuchtzwinger für Diensthunde und Gebrauchshunde
Kamerad? Einsatzmittel? Treuer Begleiter? Nach meiner Auffassung - ganz viel von allem! In der militärisch nüchternen Betrachtung ist der Diensthund ein Einsatzmittel. Ein taktisch-zentrales Element, welchem vorrangig bei aktiven Einsatzverfahren eine Schlüsselrolle zugewiesen wird.

In der emotionalen Sichtweise natürlich weit mehr als das! Ein Kumpan, ein Gefährte, den man nicht missen möchte. Nicht zuletzt aber auch ein Schutzfaktor für seinen Führer.
» Wenn ein Sporthund versagt, kostet es lediglich Punkte.
» Wenn ein Diensthund versagt, kann es Menschenleben kosten!
Ich möchte im Folgenden die Grundprinzipien meiner Zuchtphilosophie erläutern. Prinzipien, die das unumstößliche Fundament von Canis Defensor bilden.

Welchen Stellenwert hat für mich der Gebrauchshund?

Ich persönlich sehe in der Domestikation der wilden Ahnen unserer Hunde einen sehr wichtigen, wenn nicht sogar den wichtigsten Schritt in der Entwicklungsgeschichte des Menschen. Erst der zum Haustier gewordene Hund verlieh dem Menschen Fähigkeiten, die das raue Leben vereinfachten. Man denke hier nur beispielsweise an Nahrungsbeschaffung (Jagd) und Schutz von Gemeinschaft und Besitz.

Ohne den Gebrauchshund wäre die Evolution des Menschen – so – nicht denkbar gewesen.

Welches sind die allgemeinen Ziele meiner Zucht?

Entsprechend meiner Erfahrungen im Dienst und der daraus resultierenden Prägung, möchte ich gesunde, langlebige und leistungsfähige Tiere züchten. Sie sollen von harter Verfassung sein und über Wesenseigenschaften verfügen, die ihre Diensttauglichkeit begründen. Der von mir gezüchtete Hund soll, im Sinne der klassischen Gebrauchshundedefinition, ein verlässlicher Gehilfe und Kamerad seines Führers sein.

Das alleingültige Erfolgskriterium für meine Zucht ist, die Fähigkeit des Hundes durch seine körperliche und geistige Konstitution zur Auftragserfüllung beizutragen.

Welche physischen Voraussetzungen muss ein Hund erfüllen, um in mein Zuchtprogramm aufgenommen zu werden?

Grundsätzlich unterliegen meine Zuchttiere einem sehr hohem Selektionsdruck, der weit über die herkömmlichen VDH-Zuchtbestimmungen hinausgeht. Dabei spielt die physische Beschaffenheit des Hundes eine ebenso große Rolle, wie die Leistungsfähigkeit seines Gehirns. Die Hunde müssen vollkommen gesund sein!

Neben den üblichen Untersuchungen auf HD, ED und Spondylose, achte ich auf weitere Formen bekannter, durch Inzuchtdepression verstärkter Krankheiten wie Allergien und Futterunverträglichkeiten. Nur, diesbezüglich, völlig unauffällige Hunde haben bei Canis Defensor eine Aussicht auf Zuchtverwendung.

Sofern es mir möglich ist, und ich die Blutlinien über viele Generationen zurückverfolgen kann, versuche ich auch Faktoren wie Lebenserwartung und Alterskrebs auszuwerten. Diese klinischen Untersuchungen kombiniere ich mit den Beobachtungen über die körperliche Leistungsfähigkeit des jeweiligen Tieres. Was nützt ein mit HD-A ausgewerteter Hund, der aufgrund seiner Winkelungen ein Sprungvermögen wie ein tapsiger Welpe hat?! Eine natürlich angelegte, stark entwickelte Hinterhand, ist ebenso notwendig wie eine ausgeprägte Skelettmuskulatur.

Im menschlichem Sinne betrachtet, möchte ich athletische Zehnkämpfer züchten.

Welche Wesensmerkmale kennzeichnen einen Zuchthund von Canis Defensor?

Für meine Zucht kommen nur Hunde in Frage, die in ihren Wesenseigenschaften sehr extrem sind. Und wenn dies bedeutet, dass sie nach VDH-Gesichtspunkten nicht „unbefangen“ sind, dann ist das für mich kein Grund sie nicht in der Zucht einzusetzen. Ganz im Gegenteil!

Meine Zuchthündinnen verfügen über ausgeprägte Gebrauchshundeigenschaften, bei niedriger bis mittlerer Reizschwelle. Umweltfestigkeit und Bewegungssicherheit als Ausdruck innerer Stärke, setze ich ebenfalls voraus.

Angepasst an die Anforderungen des modernen Diensthundewesens, verfügen meine Zuchthunde selbstverständlich über ein ausgeprägtes, ausdauerndes Spielverhalten.

Eine weitere, mir sehr wichtige Eigenschaft des Hundes, ist die Fähigkeit sich partnerschaftlich unterzuordnen. Hunde, die trotz guter Ausbildung und Erziehung, ständig gegen den Hundeführer oder ein menschliches Familienmitglied agieren, widersprechen dem Gebrauchshundegedanken völlig.

Welchen Stellenwert hat die Hündin für die Zucht?

Die Zucht steht und fällt mit der Zuchthündin! Sie allein ist der absolute Erfolgsfaktor einer ernsthaften Gebrauchshundezucht. Leider wird allzu oft mit minderwertigen Hündinnen gezüchtet, die im Resultat eine ebenso geartete Nachzucht hervorbringen.

Die Zuchthündin ist das wertvollste Gut eines anständigen Züchters. Sie sollte in ihren Eigenschaften und Fähigkeiten maßgebend sein und der Zucht ein unverkennbares Antlitz geben.

Fazit und Schlussbemerkung

Ich möchte echte Gebrauchshunde züchten. Diese sollen vielseitig einsetzbar sein und ihre Aufgaben bestmöglich erfüllen können. Dabei trage ich als Züchter ganz allein die Verantwortung für die von mir hervorgebrachten Hunde. Kein Zucht- oder Leistungsrichter kann mir diese Verantwortung abnehmen.

Unsere Gesellschaft ist geprägt von Gleichschaltung und Verweichlichung. Dies macht auch vor der Zucht von Dienst- und Gebrauchshunden keinen Halt. Canis Defensor tritt dieser Entwicklung entgegen!

Weltweit werden Polizei und Militär mit Problemen konfrontiert, deren Lösung entsprechend geeignete Einsatzmittel erfordern. Als Züchter möchte ich einen Beitrag dazu leisten und arbeite in meiner Zucht nach dem Motto:

Qui desiderat pacem, bellum praeparat!

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